Meine Heimatgeschichte
Mutter Antje Teske mit Tochter Luise und Yvonne Pilz
im Gespräch. Im Gemeindehaus Schlagenthin stellte
Luise Stationen ihres Südafrika-Aufenthaltes vor.
Mit dem Horizont kommt die Hoffnung
Helfen statt wegschauen: so lässt
sich der Verein Kinderhorizont e.V.
beschreiben. In einem Austauschjahr
in Südafrika erlebt Schülerin Luise,
unter welchen Bedingungen viele
Kinder dort leben müssen. Es fehlt
an Lebensmitteln und Kleidung. Gemeinsam mit ihrer Familie schmiedet
sie einen Plan: es muss geholfen
werden! Das war die Geburtsstunde
des Vereins Kinderhorizont.
Rund 9000 Kilometer beträgt die
Entfernung zwischen Schlagenthin und
Johannesburg in Südafrika. Hier verbrachte Gymnasiastin Luise Teske 333
Tage bei drei Gast-Familien, und lernte
in dem knapp einjährigen AustauschJahr Unterschiede, Besonderheiten als
auch Gemeinsamkeiten des Gastlandes
kennen. In der Kulturwinter-Reihe des
Fördervereines Kirche Schlagenthin
nahm sie viele Menschen aus der Umgebung des Stremme-Ortes mit auf die
Reise und warb für den jungen Verein
Kinderhorizont.
Über ein Austauschprogramm des Rotary Clubs Genthin-Burg ging Luise für
ein Jahr in der Nähe von Johannesburg
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zur Schule: Hier lernte ich, wie praktisch Schuluniformen sind. In Südafrika sei es Vorschrift, in einheitlicher
Kleidung die Schule zu besuchen, was
den Vorteil habe, so die Schülerin der
elften Klasse, dass ich nicht überlegen musste, was ich anziehen soll.
Das Reisen den Horizont erweitert und
auch der Blick in andere Lebenswelten
zuweilen etwas Gutes bewirkt, zeigte
Luise mit ihrem Hilfsprojekt Kinderhorizont.
Gastmutter mit acht Pflegekindern
Ihre erste Station in dem Land war
eine Frau, die selbst acht Pflegekinder
betreut. Gastmutter Ana nahm Luise
auf wie ihr eigenes Kind und gemeinsam mit ihren Geschwistern erlebte
sie die ersten Wochen des Alltages in
Südafrika. Luise sah, wie sich Ana mit
viel Liebe und Engagement um die
aufgenommenen Kinder kümmert. Die
Pflegekinder waren zum Teil elternlos
und hatten Gewalt und Missbrauch
erlebt, schildert Luise die Hintergründe der Gast-Familie. Sie sah auch, mit
welchen Schwierigkeiten Pflegemutter Ana zu kämpfen hatte. Der Frau
war es wichtig, dass ihre Schützlinge
Bildung erfuhren, denn, so Luise: Nur
mit einer ausreichenden Schulbildung können die Kinder den Kreislauf
durchbrechen und sich ein Leben
aufbauen, dass nicht geprägt ist durch
die Erlebnisse ihrer Kindheit. Luise
sah die Not, dass es in ihrem vorübergehenden Zuhause an Geld fehlte, um
die nötigsten Schulmaterialien wie
Schreibhefte und Bleistifte zu kaufen.
Ungefähr 100 Euro werden für den
Schulbesuch eines Kindes im Jahr
benötigt, um es mit dem Notwendigen
auszustatten.
Appell an die Familie nach Erlebtem
An Luise ging die Situation nicht ohne
Spuren vorbei und es berührte mich
sehr. Kurzerhand rief sie bei ihren
Eltern in Deutschland an und schilderte ihre Erlebnisse. Wir müssen da
etwas tun, die Schule soll schon in einer
Woche beginnen, appellierte sie an
ihre Familie. Die Teskes organisierten
darauf hin über ihren Freundes- und
Bekanntenkreis eine Spendenaktion,
deren Erlös über 5300 Euro erbrachte.
Viele Menschen aus dem Jerichower
Land, Magdeburg, aus dem Brandenburgischen und aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich schließlich daran.
Durch die zahlreichen Spenden konnten die dringend benötigen Schulmaterialien angeschafft und das Schulgeld von zwei Pflegekindern beglichen
werden. In Südafrika ist nur die Grundschule kostenfrei, mit dem Besuch
der Sekundarschule werden Schulgebühren erhoben. Dazu kommen die
Kosten für Schuluniformen und Schulmaterialien. Aus dem Projekt, von
Südafrika aus imitiert, ist mittlerweile
ein Verein entstanden. Als ich wieder
aus Südafrika zurück war, haben wir
uns in der Familie lange und intensiv
über das Projekt unterhalten, erklärt
Luise und einig waren sich alle darin,
das Projekt fortführen. Erstes Ziel des
Vereins soll es sein, Spendengelder zu
sammeln und damit das Kinderheim in
Südafrika zu unterstützen. Jedes Kind
dort soll künftig eine gute Bildung
ermöglicht werden, so Luise zu den
Gästen des Vortrages und bringt es auf
den Punkt: Es soll genügend Geld für
Schulmaterialien da sein.
Fortsetzung auf Seite 21
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